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Tafel sucht helfende Hände und neue Räumlichkeiten

Ende Februar hatte der Tafel-Vorstand Bürgermeister Michael Adam und die Stadtpressestelle sowie die Saarbrücker Zeitung eingeladen, um auf die derzeitige Situation aufmerksam zu machen. Die Tafel im Einzugsgebiet Sulzbach, Friedrichsthal und Quierschied steht vor einem wichtigen Wendepunkt. Damit die Versorgung bedürftiger Menschen weiterhin gewährleistet werden kann, werden neue Räumlichkeiten sowie dringend ein vollständig neues Organisationsteam für die Lebensmittelausgabe benötigt.

Die bisherige Leiterin der Lebensmittelausgabe der Tafel, Marliese Stay, wird Ende März aus persönlichen Gründen aufhören. Vor diesem Hintergrund richtet sich der Appell an engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich künftig ehrenamtlich im Team der Tafel einbringen möchten.

Derzeit werden im Durchschnitt rund 70 Besucherinnen und Besucher pro Woche versorgt. Gegen Ende eines Monats steigt die Nachfrage deutlich an. Einige Menschen nehmen das Angebot wöchentlich wahr, andere kommen im zweiwöchentlichen Rhythmus. Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig die kontinuierliche Arbeit der Tafel für die Region ist.

Die größte Herausforderung ist es aktuell, helfende Hände zu finden, die die anfallenden Aufgaben bewältigen – von der Abholung der Lebensmittel über deren Lagerung bis hin zur Ausgabe. Parallel dazu sucht der Vorstand nach neuen geeigneten Räumen. Nach einem Eigentümerwechsel stehen die bisherigen Räumlichkeiten nicht mehr dauerhaft zur Verfügung. Die Stadt Sulzbach reagierte umgehend und sagte neben der jährlichen Unterstützung in Höhe von rund 5.000 Euro auch eine Verlängerung des Mietvertrages bis Juni dieses Jahres zu.

Wie die Tafel angibt, konnte auf dem freien Immobilienmarkt bislang kein passendes Objekt gefunden werden. Die Anforderungen seien klar: Die neuen Räumlichkeiten müssen gut mit Bus und zu Fuß erreichbar sein, ausreichend Lager- und Ausgabefläche bieten sowie über eine geeignete Anlieferungsmöglichkeit verfügen.

Deshalb richtet sich der Aufruf ausdrücklich auch an Privatpersonen, die ihre Immobilie für einen sozialen Zweck vermieten möchten. Jede Unterstützung kann dazu beitragen, das Angebot langfristig zu sichern.

Im Nachgang an das Treffen hatte Bürgermeister Michael Adam mit der katholischen und evangelischen Kirche Kontakt aufgenommen, um das derzeitige Problem der Tafel zu schildern. Pastor Peter Sens hatte sofort zugesagt, dass Räumlichkeiten im Pfarrhaus in Altenwald zur Verfügung stehen und diese auch für den sozialen Zweck angemietet werden können. Mittlerweile wurden diese Räumlichkeiten vom Tafel-Vorstand auch besichtigt. Auch Pfarrer Armin Kopper signalisierte Offenheit gegenüber einer Beteiligung der evangelischen Kirche an der Tafelarbeit.

Darüber hinaus streben die Verantwortlichen der Tafel Gespräche mit etablierten sozialen Trägern wie der Diakonie und der Caritas an. Zahlreiche Tafeln in Deutschland befinden sich bereits unter deren Trägerschaft. Ein runder Tisch, der Mitte März mit den Vertretern von Diakonie, Caritas, evangelischer und katholischer Kirche sowie Vertretern der Gemeinde Quierschied und Sulzbachs Bürgermeister Michael Adam stattgefunden hat, soll mögliche Partnerschaften ausloten und die Zukunft der Tafel langfristig sichern.

Abschließend appelliert der Vorstand eindringlich an Institutionen, Unternehmen sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger der Region, sich gemeinsam für den Erhalt der Tafel starkzumachen. Nur durch gemeinschaftliches und solidarisches Handeln kann gewährleistet werden, dass auch künftig Menschen in schwierigen Lebenslagen verlässlich unterstützt werden.

Interessierte, die gerne mithelfen möchten, können sich bei Monique Broquard oder Ulrich Hammer melden.

Kontakt: ulrich.hammer@ekir.de oder mb10@online.de.

20.03.2026