Mittwoch, 14 August 2019 00:00

Achtung Sperrung

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Anlässlich der Sulzbacher Quetschekuchekerb, die von Freitag, 30. August, bis Dienstag, 3. September stattfindet, ist die Zufahrt zur Straße Auf der Schmelz von der Sulzbachtalstraße her von Samstag,  31. August, 12 Uhr, bis  Mittwoch, 4. September, 7 Uhr,  gesperrt. Entsprechende Umleitungen sind  eingerichtet. Die Verkehrsteilnehmer werden um Beachtung gebeten.

 

Eine Station der diesjährigen Sommertour mit Bürgermeister Michael Adam und zahlreichen interessierten Bürgerinnen und Bürgern in Sulzbach war die Mauer am Quierschieder Weg. In einer Länge von 64 m liegt sie an zentraler Stelle bei der Einfahrt nach Sulzbach von Hühnerfeld kommend, in Höhe des hoch frequentierten Einkaufzentrums. Die Mauerfläche soll Blickfang werden und die Stadt Sulzbach für Verkehrsteilnehmer und Besucher ein Stück weit repräsentieren. Daher soll die Wandfläche künstlerisch gestaltet werden. Auf einen Blick soll der Betrachter durch die Darstellungen einen Begriff vom historischen und kulturellen Portfolio der Stadt bekommen. Das Projektteam, bestehend aus der Künstlergemeinschaft KIS, dem Graffiti-Künstler Tarik Yilmaz, Schülerinnen und Schülern der Gemeinschaftsschule Vopeliuspark, Jugendlichen des JUZ, der Caritas, sowie dem Kulturamt Sulzbach macht das Besondere des Projektes aus: es handelt sich um eine generationenübergreifende Mischung aus potenziell kreativen Köpfen.

Die Mauer grenzt am unteren Ende an die Firma APM Telescopes an. Das gab den Anschub für die Idee für die Gestaltung: Ein Teleskop soll dargestellt werden, durch das ein Astronaut vom All aus herunter auf Sulzbach schaut: Er erkennt fünf bekannte Sulzbacher Gebäude, die teilweise schon von der KIS aufgemalt wurden. Teils im Graffiti-Stil, teils in grafischer Manier soll ein Gesamtkunstwerk entstehen, das jedem Mitmacher die Gelegenheit gibt, zu zeigen, welche Fähigkeiten in ihm schlummern. Prachtvoll farbig soll es in Höhe der APM losgehen. Von hier aus ist der Phantasie der Schüler und Jugendlichen keine Grenzen gesetzt: das Thema Weltall bietet für die jüngere Generation viel Platz zur Gestaltung: Planeten, Raumschiffe, Teleskope. Ab dem Treppenaufgang Richtung Bushaltestelle verjüngt sich die Mauer. Hier soll es optisch ruhiger werden: die Planeten verwandeln sich in irdische Seifenblasen und nehmen im Vorbeiflug quasi die von der KIS gemalten Sulzbacher Gebäude unter die „Lupe“. Wie Bullaugen rahmen sie Rathaus, Wasserturm oder Aula. Vor der Mauer sollen außerdem Rückenfiguren in Spraytechnik so dargestellt werden, dass der Eindruck entstehen soll, es seien reale Personen. Sie stehen für die Sulzbacher Bevölkerung als die eigentlichen „Macher“ der Stadt. Die Botschaft des Wandbildes: aus dem Weltall heraus erkennt sogar ein „blinder“ Astronaut sofort die Stadt Sulzbach an ihren Gebäuden und ihren Menschen.

Künstlerischer Leiter ist von Seiten der KIS Werner Thome. Mit Malerin Petra von Ehren-Hiry hat die KIS zwei kompetente Maler mit Fachwissen im Bereich Wand-Bühnenmalerei- Von Seiten der Grafitti-Schüler-und-Jugendmannschaft ist der Sprayer Tarik Yilmaz künstlerischer Chef. Der junge Künstler hat sich bereits mit Schülern der Gemeinschaftsschule in einem Projekt zur Verschönerung der Fußgängerbrücke am Korziliusweg verewigt. Koordiniert wird das Projekt von Mitarbeiterin Anne Allenbach vom Kulturamt.

Aufgrund von Zuwendungen vom Regionalverband Saarbrücken und weiteren Sponsoren, wie die Firma APM Telescopes und Edeka Hofmann & Konrad können die Kosten durch Förderer getragen werden.

Donnerstag, 08 August 2019 00:00

Sulzbacher Tafel sucht Fahrer

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Die Sulzbacher Tafel sucht Unterstützung: Ein Fahrer wird benötigt, der montags und dienstags von 10 bis etwa 13 Uhr mit dem eigenem Auto Waren abholt und zum Ess-Eck bringt. Kontakt: Marliese Stay, Tel. (01 57) 79 65 33 97 oder E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Freitag, 02 August 2019 00:00

Flüssiges Gold: Sulzbacher Trinkwasser

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Sein Weg von der Quelle zum Wasserhahn

 

Ende des 18. Jahrhunderts stand für den damaligen Gemeinderat Sulzbach fest: Eine Wasserversorgung mit Leitungssystem vom Brun­nen zum Bürger muss aufgebaut werden. Der Auftrag ging an einen Ingenieur und schnell war klar, dass der Sulzbach, der durch den Ort fließt, als Wasserquelle nicht geeignet war. Man entschied sich für die Wasservorkommen im Rentrischer Tal. Eine natürliche Quelle mit einem großen Wasserdargebot bildete den Grundstock für das Was­ser­werk der Stadtwerke Sulzbach, das praktisch um den Brunnen herum gebaut wurde. Durch den Sandstein im Boden ist dort geo­lo­gisch die erste Filter­anlage mit eingebaut. Bereits die Römer nutz­ten nach­weislich die Rentrischer Wasserquellen. Aus dem einen Haus­brunnen wurden in den 50er Jahren drei Brunnen. Sie lieferten auch für den gestiegenen Wasserbedarf ausreichende Mengen. Die beiden neuen Brunnen sind 130 und 150 Meter tief und bis heute aktiv.

Für die damalige Zeit eine ingenieurmäßige Meisterleistung war der Weg des Wassers. Zwei Hochbehälter, die man auf dem Gehlenberg errichtete, dienten als Wasserspreicher und sorgten mit einer Höhe von 360 Metern über dem Meeresspiegel auch für den notwendigen Druck. Anfangs wurde das Wasser noch mit einer Dampfmaschine dorthin hochgepumpt. Erst 1932 wurden diese durch Elektropumpen abgelöst. In den 80er Jahren zog die moderne Elektronik in die Steue­rung des Wasserwerks ein.  Aus der ursprünglichen Wasserstation im 18. Jahrhundert hatte sich ein modernes Wasserwerk entwickelt. Heu­te sorgen drei Filterstufen für die gute Wasserqualität, obwohl nur Eisen, Mangan anfällt, die sich sonst in den Rohren ablagern könn­ten. Auch Kohlensäure wird durch die Filter entfernt. Bei Spru­deln gewünscht, würde sie  die metallischen Rohrleitungen schädigen.  

Die Wasserqualität wird häufig und intensiv geprüft. Um den Druck in den Höhenlagen von Neuweiler zu erhöhen, wurde Ende der 60er Jahre ein Wasserturm gebaut. Der Turm fasst 500 Kubikmeter Wasser. Mit seiner Höhe von 35 Metern sorgt er für zusätzliche 3,5 bar Wasserdruck. Aus den gleichen Gründen wurde Anfang der 80er Jahre ein zweiter Wasserturm in Sulzbach gebaut. Dieser optimiert den Druck in den Höhenlagen von Hühnerfeld.

Am Freitag, 9. August, ist der letzte Abend des diesjährigen Musiksommers. Traditionell endet die Veranstaltungsreihe mit der „Fête de la musique“. Zu Gast ist das Duo „Potition magique“ mit Eric und Eloise aus dem Dreiländereck Deutschland- Luxemburg-Frankreich. Eloise, die auch mit ihrer eigenen Band ‚Eloise & les passeurs de rêves’ für Furore sorgt verzaubert mit ihrer klaren und reinen Stimme jeden Zuhörer. Eric, der als Singer & Songwriter unterwegs ist bringt 15 Jahre live Erfahrung mit ein und zusammen ergeben sie ein harmonisches Duo.

Sponsoren des „harmonischen  Duos“ sind die Firmen Autohaus Nissan Ulrich aus Hühnerfeld und PMI Extra-Touren aus Sulzbach.

Wie bei allen  Musiksommerabenden sorgen Markus Parnitzke, der Pächter des Salzbrunnen Carrées, und dem Partyservice Scheidt für die Bewirtung der Besucher.

Ab Dienstag, 23. Juli, lässt die Deutsche Bahn die Brücke in der Straße An der Klinik sanieren. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis 9. August. In dieser Zeit wird eine Einbahnregelung in Richtung Quierschieder und Fischbacher Weg eingerichtet. 

Die Umleitung in die Stadtmitte erfolgt über Altenwald. Die Verkehrsteilnehmer werden um Beachtung gebeten.

Donnerstag, 18 Juli 2019 08:57

Bunter Andrang beim Ferienplanspiel Kleinsulzbachtal

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So klein ist sie eigentlich nicht, die Idee zur Spielstadt „Kleinsulzbachtal“. Zum achten Mal ging das beliebte Ferienformat des Vereins „Familie gibt Aufwind“ Anfang der Woche an den Start. Eine Woche lang halten Kinder von acht bis 14 Jahren mit dem Orgateam eine komplette Spielstadt am Laufen. Rund 40 Kinder fanden sich vergangenen Montag an der Anmeldung zum Planspiel „Kleinsulzbachtal“ am Ort des Geschehens, der Mellinschule Sulzbach, ein. Zuerst hieß es Ausweise beim Einwohnermeldeamt besorgen, dann beim Arbeitsamt den Wunschjob ergattern. „Neben unseren Klassikern wie die Näherei mit Hermine Schneider und Helga Keuper, Dagmar Günthers Kunstgalerie, einer Zeitungsredaktion, dem Restaurant, dem Beautyshop, Warenhaus, oder Bank, haben wir dieses Jahr noch einen neuen Berufszweig“, berichtet Birgit Klippert, Mitorganisatorin der Ferienwoche und zweite Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins. Die Rede ist von der Travel-Agentur Australia. „Elke Mayer stellt hier sozusagen wie in einem Reisebüro das Land Australien vor“, so Klippert weiter. In Vertretung von Bürgermeister Michael Adam begleitete Erste Beigeordnete Mary-Rose Bramer die Eröffnung der Spielstadt und brachte einen Scheck über 100 Euro mit. „Wir sind sehr dankbar für die Spenden, denn das Projekt hat viele Details“, erläutert Marliese Fuchs, erste Vorsitzende des Familienvereines und dankt in Richtung Lebensmittelmarkt Edeka Hoffmann & Konrad, der auch in diesem Jahr wieder die Spendierhosen anhat. Jetzt heißt es für die Kinder Erfahrung sammeln und nach Beendigung der zahlreichen Tätigkeiten ihre verdienten „Sulzies“ auf der Bank abholen oder auf ein Konto einzahlen. „Ich werde von meinem ersten Gehalt im Warenhaus shoppen gehen“, hört man aus Kindermund und darf gespannt sein, was die Woche noch alles bringt. „Wir ergänzen unsere Tagesangebote mit verschiedenen Workshops. Wir werden die Feuerwehr hier haben, einen Rettungswagen mit Team, die Citywache wird sich vorstellen und unser Revierförster Nils Lesch hat sich angesagt“, verriet Klippert.

Donnerstag, 18 Juli 2019 08:29

Musiksommer: 200 Gäste trotzten dem Regen

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Bürgermeister Michael Adam hatte gerade die Gäste und den Vorstandsvorsitzenden Matthias Beers, der Vereinigten Volksbank – das Geldinstitut war der Sponsor des Abends - bei der dritten Auflage des Musiksommers begrüßt, den neuen Filialleiter der VVB-Filiale in Sulzbach, Philip Spengler, kurz vorgestellt und die „blues docs“ als Band des Abends angekündigt, da begann es am vergangenen Freitag zu regnen. Dennoch verließ keiner der rund 150 Besucher den Innenhof der Historischen Salzhäuser.  Höchsten kurz, um einen Regenschirm zu holen. Es kamen sogar immer noch weitere Gäste und so waren es am Ende schließlich etwa 200 Zuhörinnen und Zuhörer, die dem Regen trotzten und sich an der rockigen Bluesmusik der „blues docs“ erfreuten. Für die fünf Jungs war von Anfang an klar, dass sie auch spielen, wenn es regnet. Wie meinte Frontmann Fredi Reiter. „Das bisschen Regen macht uns doch nichts aus, wir sind doch nicht aus Zucker.“  Und so zog die glänzende aufspielende Truppe ihr Programm nonstop durch und erfreute alle mit Coverversionen von bekannten Bluesrock-Klassikern wie „Sweet Home  Chicago“  –  unter anderem bekannt durch  Eric Clapton und die Blues Brothers – oder „Cross-roads“ von Cream.  Die Band begeisterte auch mit Songs von Stevie Ray Vaughan, Kenny Wayne Shepherd, Tony Vega, B.B. King, Gary Moore, ZZ Top, Dr. Wu, Eagles, Joe Bonamassa, Jimi Hendrix und vielen anderen, denen sie alle die unverwechselbare „blues docs“-Note einhauchten. Viel  Applaus  und  „Zugabe“-Rufe waren der verdiente Lohn. Neben Rostwürsten und Merguez, gab es an diesem Abend als besondere Spezialität frittierte Nudeltaschen mit verschiedenen Dips. Die „blues docs“ sind beim Sulzbacher Musiksommer immer wieder gerne gesehene Gäste. In diesem Jahr ist die 16. Ausgabe der beliebten Veranstaltungsreihe. Für die fünf Musiker war es bereits ihr fünfter Auftritt.

Übrigens: Am Samstag, 19. Oktober, sind die „blues docs“ erneut in der Salzstadt. Dann findet im Salzbrunnenhaus das Jubiläumskonzert anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Band statt.

In ungewöhnlicher Kulisse startete vergangenen Donnerstag die zweite Korridorvernissage im Sulzbacher Rathaus. Denn gleich im Foyer des Erdgeschosses fanden sich die rund 30 Besucher ein, um die Eröffnung der Ausstellung zu hören: „Heute möchte wir sie alle bereits hier begrüßen, weil das Foyer auf Ausstellungsebene nicht so viel Raum gibt, wie der Empfangsbereich hier im Erdgeschoss“, erläuterte Bürgermeister Michael Adam bei seiner Begrüßung. Die Fotostrecke selbst wartete eine Etage höher auf die Besucher, denn das schlanke Ausstellungsformat lebt vom begrenzten Raum. „Der Korridor gewinnt durch den Wechsel der Kunstwerke immer ein neues Gesicht. Neue Impulse und Eindrücke kann man hier abholen. Der Flur ist nicht nur Durchgang für die Mitarbeiter des Rathauses, sondern auch ein Ort mit Publikumsverkehr“, so Adam weiter. Nach der Premiere mit Künstlerin Sabine Franke, die Anfang des Jahres ihre Ausstellung „Farbe im Quadrat“ präsentierte, folgen nun stillere Töne mit dem fotografischen Projekt von Wida Taban-Amiri. Die Künstlerin stammt aus dem Iran und lebt seit rund 35 Jahren im Saarland. „Über das Zeichnen und Malen entdeckte sie im Laufe der Jahre die Fotografie als Kunstform“, erläuterte Mitarbeiterin Anne Allenbach die Konzeption der Fotostrecke. Amiri male mit dem Fotoapparat, ginge in der Zielsetzung vor wie eine Malerin. „Sie bildet nicht einfach die Wirklichkeit unter dem Gesetz der Zentralperspektive ab, sondern zeigt mehr als den abgelichteten Gegenstand selbst. Wie in der Malerei versucht sie das Innenliegende der Situation mit abstrakten Texturen zu greifen“, so Allenbach. Taban-Amiri zeigt in ihrer Ausstellung u.a. Musiker-Darstellungen. „Der Punkt, ganz tief ins Spiel vertieft zu sein, und das, was das mit dem Musiker macht, möchte Amiri zeigen“, lautete Allenbachs Impuls mit dem Hinweis auf den musikalischen Part. Cellistin Sará Sallai, Musikstudentin der Hochschule in Saarbrücken stellte zu den Erläuterungen passend ganz große Musikliteratur von Bach und Rachmaninow in den Raum. Wida Taban-Amiri selbst gab in ihren Dankworten an, die Farbe aus den Fotografien herausgenommen zu haben, um das Wesentliche besser zeigen zu können. In Ihren Bildern klingen subtil Bewegungen ihres Gemütes, ihre Ansichten über Welt und zwischenmenschliche Beziehungen an. Die studierte Sozialpädagogin zeigt noch bis Ende August ihre Ausstellung „Menschen-Konflikte-Handlung“ im Rathaus Sulzbach.

Donnerstag, 18 Juli 2019 07:49

Mängel melden jetzt per AEM-App

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Die Stadt Sulzbach hat jetzt ein System scharf geschaltet, das Bürgerinnen und Bürgern das Melden von Mängeln erleichtern soll (grafischen Anregungs- und Ereignismanagement (AEM) ). „Diese sogenannte Anregungs- und Ereignismanagement (AEM) ist ein weiterer Baustein zu einem sauberen und sicheren Sulzbach“, sagt Bürgermeister Michael Adam und erklärt: „Wir haben die City-Wache eingerichtet und das Personal aufgestockt, wir haben eine Sicherheitspartnerschaft mit der Polizei und ein Projekt zur schnelleren Entfernung von Graffiti-Verschmutzungen. Mit dem neuen System sollen jetzt die Bürgerinnen und Bürger verstärkt eingebunden werden. Dabei wollen wir die neuen digitalen Möglichkeiten nutzen.“ Das AEM ist schnell und komfortabel in der Handhabung, nur wenige Klicks, und über die Webseite der Stadt kann das Ereignis gemeldet werden. Ein Stichwort zum Thema, der Ort des Ereignisses, dazu Name und Mail-Adresse eintippen, absenden, fertig. Noch effizienter als über den PC lässt sich das System mit der App einsetzen, die kostenlos auf dem Smartphone heruntergeladen werden kann. Ein vor Ort gemachtes Foto, etwa von einem großen Schlagloch oder einer illegalen Müllerablagerung, kann mitgesandt werden. Über die Geo-Daten des Telefons wissen die Mitarbeiter sofort, wo genau sich der Ort befindet und das Foto zeigt das Ausmaß des „Schadens“ an. „Ich erhoffe mir durch das neue System mehr Bürgernähe. Wenn wir Hinweise wie beispielsweise wilde Müllablagerungen so bekommen, können wir auch schneller reagieren.“ Alesja Hirsch, die stellvertretende Leiterin des Ordnungsamtes, ist Ansprechpartnerin bei der Stadt für das neue System und die App. Sie ist überzeugt, dass durch die genauen Angaben der Mängel eine rasche Bearbeitung möglich sein wird. Im Übrigen werde der Absender über den Status der Meldung auf dem Laufenden gehalten.

AEM, das grafische Anregungs- und Ereignismanagement, ist eine interaktive Beschwerde- und Ideenmanagement-Software für Kommunen und Landkreise. Es stammt von der Firma Softplan. Die Bürgerinnen und Bürger können sich hierbei aktiv an der Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur beteiligen, indem sie auf Mängel wie zum Beispiel Straßenschäden oder eine illegale Müllablagerung hinweisen oder der Verwaltung eigene Ideen und Anregungen mitteilen. Ganz ohne aufwendige Registrierung wählt der Bürger oder die Bürgerin auf der Benutzeroberfläche auf der Internetseite der Stadt oder über die App auf dem Smartphone das Anliegen aus einer vorgefertigten Liste von Kategorien aus (z. B. „Straßenbeleuchtung“) und ergänzt es durch eine kurze Beschreibung (z. B. „Laterne defekt“). Die Lokalisierung erfolgt entweder über den Standort des Smartphones, durch Angabe einer Adresse oder durch das freie Platzieren eines Symbols in der Karte. Die Meldung kann vor dem Absenden optional durch ein Foto ergänzt werden. Seit der Einführung des AEM im Jahr 2011 in Hessen arbeiten mittlerweile über 50 Städte und Gemeinden in fünf Bundesländern mit dieser Software. Bürgermeister Michael Adam: „Ich bin überzeugt, dass der Einsatz des Anregungs- und Ereignismanagement für mehr Transparenz und einen einfacheren Austausch zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und der Verwaltung führt“. Weiterhin macht der Verwaltungschef deutlich, „dass alle Umweltsünden, wie die illegale Ablagerung von Müll, konsequent verfolgt und geahndet werden.“

AEM App Nutzen Sie die AEM App als mobile Version auf Ihrem iPhone  oder für Android und Microsoft 

 

 

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