Müll-Aktionstag auf dem Ravanusaplatz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Viele Bürgerinnen und Bürger, die am vergangenen Donnerstag in der Stadtmitte unterwegs waren, blieben erstaunt stehen und schauten verdutzt auf den großen rappelvollen Müllcontainer, der da auf dem Ravanusaplatz stand. „Das sind 25 Kubikmeter illegaler Müll, den wir in fünf Tagen an den Containerstandplätzen in der Stadt eingesammelt haben“, erklärte Stefan Gorges vom Baubetriebshof der Stadt. Im Verlaufe der dreistündigen Aktion machten Mitarbeiter des Baubetriebshofes noch einen zehn Kubikmeter großen Container zu drei Viertel voll mit Müll, den sie kurz zuvor gesammelt hatten. Mit einem Müllaktionstag machte die Stadt auf das Thema illegale Müllentsorgung aufmerksam. 

„Es gibt in unserer Stadt genügend Möglichkeiten, seinen Müll ordnungsgemäß zu entsorgen“, erklärte Bürgermeister Michael Adam und erinnert unter anderem an das Wertstoffzentrum und die Grüngutsammelstelle in Altenwald. Mit dieser Aktion wolle man die Bürgerinnen und Bürger auf alle Möglichkeiten der legalen Müllentsorgung aufmerksam machen, so der Verwaltungschef. Denn so Adam: „Illegale Müllentsorgung ist mehr als nur ein Ärgernis. Der Müll verschandelt das Ortsbild, ist oftmals sogar schädlich für die Umwelt und die Entsorgung kostet viel Geld.“ Nach Angaben von Adam sammeln die Mitarbeiter des Baubetriebshofes im Jahr rund 275 Tonnen illegal abgelagerten Müll in der Stadt. Die Kosten für die Entsorgung bezifferte er auf rund 65.000 Euro, die aus dem Haushalt bezahlt werden müssten. Der illegal entsorgte Müll landet meistens an den Container-Standplätzen oder im Wald. Revierförster Nils Lesch, der am Aktionstag ebenfalls vor Ort war, berichtete, dass das Müllaufkommen im Wald in den letzten Monaten massiv angestiegen sei. Mittlerweile lande vieles im Wald, von Heizöltanks über Haus- bis zu Sperrmüll. Es sei besonders ärgerlich, weil man ja vieles kostenlos entsorgen könne.

Alesja Hirsch, die Leiterin des Sulzbacher Ordnungsamtes, wies darauf hin, dass eine illegale Müllablagerung eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat darstelle. Bei geringfügiger Verschmutzung werde ein Verwarn-, oder Bußgeldverfahren eingeleitet. Bei schwerwiegendem Verstoß sogar ein Strafverfahren. Das häufig festzustellende Abstellen von Glasflaschen und Kartonagen neben oder auf den Containern stelle bereits eine Ordnungswidrigkeit dar, so Hirsch.

Illegale Abfälle können in Sulzbach der Citywache unter der Telefonnummer 06897-508 222, per Mail oder über die AEM-App, bzw. über das Anregungs- und Ereignismanagement online gemeldet werden. Alle Angaben werden vertraulich behandelt.