Drei Wanderwege rund um Sulzbach seniorenfreundlich ausgestattet

Wandern ist für viele Menschen eine beliebte Freizeitbeschäftigung, die vor allem Senioren gerne mitmachen. Rund um die Stadt Sulzbach gib es jetzt drei Wanderwege, die seniorenfreundlich ausgestattet sind. Sie befinden sich alle auf dem Gebiet der Zweckverbände Ruhbachtal und Brennender Berg. Es handelt sich um den Philosophenweg bei Neuweiler mit einer Gesamtlänge von 2,6  Kilometern, den Rundweg am Heilighäuschen bei Friedrichsthal (2,4 Kilometer), und den 1,5 Kilometer langen Wanderweg am St.  Anna Pflegeheim in Neuweiler.

Bei einer kleinen Feierstunde am Philosophenweg erfolgte am Gründonnerstag die offizielle Übergabe. Dazu konnte der Sulzbacher Bürgermeister Michael Adam in seiner Funktion als Vorsteher der beiden Zweckverbände neben Umweltminister Reinhold Jost auch die Bürgermeisterkollegen Rainer Pirrung aus Spiesen-Elversberg und Reiner Schwarz vom Stadtbezirk Dudweiler begrüßen. Die Idee zur Einrichtung der seniorenfreundlichen Wanderwege hatte der zuständige Revierförster Nils Lesch. Nach seiner Aussage gab es immer wieder Hinweise von älteren Waldbesuchern, die sich eine bessere Infrastruktur und vor allem mehr Sitzbänke wünschten. Daraufhin habe man ein Konzept entwickelt und auf den drei Wegen verwirklicht.  Diese, so Lesch, hätten alle eine nur geringe Steigung, eine gute Anbindung mit entsprechenden Parkmöglichkeiten, zudem sei der Bodenbelag auch für Gehhilfen wie Rollatoren geeignet und etwa alle 400 Meter stehe eine Ruhebank. Umweltminister Reinhold Jost sprach von einer ausgezeichneten Idee und stellte fest: „Wir wollen einen offenen Wald für alle.“ Der Wald solle ein Erlebnisort sein für die jüngere, aber  auch die ältere Generation. Nach der Einrichtung der Walderlebniswiese vor einigen Wochen  in der Nähe des Heilighäuschens bei Friedrichsthal habe man jetzt mit den drei seniorengerechten Wanderwege wieder eine Steigerung der Attraktivität auf dem Gebiet der beiden Zweckverbände erreicht. Dank sagt der Bürgermeister Revierförster Nils Lesch und dessen Team für die Arbeiten und dem Umweltminister für die Unterstützung. Bei einem kleinen Spaziergang konnten sich dann alle von der neuen Seniorenfreundlichkeit des Philosophenweges überzeugen.

Der Weg zum Brennenden Berg wurde im Juni 2011 zu Ehren des Schriftstellers Ludwig Harig in Philosophenweg benannt. In seinem Werk „Wer mit den Wölfen heult, wird Wolf“, bezeichnet Harig diese wunderschöne Strecke, übrigens einer seiner Lieblingspfade, mehrmals als „Philosophenweg“. Unter anderem heißt es: „Nach den Sommerfreien begann ich mit dem Übersetzen. Eugen Helmlé stand mir bei. Wir nahmen unsere Spaziergänge über den Philosophenweg wieder auf, schlenderten den Steilhang des Brennenden Berges nicht nur zweimal, nicht dreimal entlang, sondern kehrten immer wieder um, bummelten viele Male hin und zurück und fanden erst spät in der Nacht ein Ende, so viel gab’s zu bedenken, zu untersuchen, zu klären.“ Die Idee zur Namensgebung hatte der damalige Sulzbacher Revierförster Hubert Dörrenbächer.