Fritz Zolnhofer Preis 2017 für Peter Diersch

Volles Haus und besondere Momente: strahlender Festakt zur Fritz-Zolnhofer-Preisverleihung an Peter Diersch

Am vergangenen Freitag lag im Salzbrunnenhaus VIP-Atmosphäre in der Luft. Das lag nicht allein am Karma des diesjährigen Fritz-Zolnhofer-Preisträgers Peter Diersch, der nämlich durch seine Fotografenkarriere auf Prominente wie Sascha Hehn oder Gina Lollobrigida gestoßen war, sondern am besonderen Anlass. Als erster „Sohn der Stadt“ wurde dem MFIAB-Meisterfotografen Diersch in einer würdigen Feierstunde offiziell der renommierte „Fritz-Zolnhofer-Preis“ verliehen. Bürgermeister Michael Adam informierte in seiner Begrüßung über die Gepflogenheiten der Richtlinien des Kulturpreises und bedankte sich bei der Fachjury, die um die schwere Aufgabe bemüht gewesen sei, einen Preisträger zu finden, so Adam.  Weiter lobte der Bürgermeister Diersch’s  Engagement als Fotograf für die Stadt. Er sei bei zahlreichen Veranstaltungen wie das „blaufarbene“ Sofa, Chansonpreis, Salinenfest oder auch bei Auftritten der KIS-Künstlergemeinschaft für die Stadt ein wichtiger Wegbegleiter. Im Salzbrunnenhaus präsentierte der Preisträger seine prämierten Fotografien auf Leinwand. Musikalisch ging es ebenfalls professionell her: Astrid Frantz und Gitarrist  Jens Gebhardt zeigten großartige stimm- und musikgewaltige Bühnenpräsens und Monsieur Chanson Wolfgang Winkler präsentierte ein extra für den Anlass komponiertes Chanson für seinen Freund, „De Peter“.  Der neue Sponsor Andreas Baron vom gleichnamigen Busunternehmen begründete in seinem Grußwort das Interesse seines Unternehmens an der Unterstützung des Preises. „Ein solcher Kunstpreis ist bedeutungsvoll. Die Motive von Diersch haben mich beeindruckt“,  so Baron. Laudatorin Anne Allenbach unterzog in ihrer kunsthistorischen Betrachtung den Namensgeber des Preises und den Preisträger einer gemeinsamen Werkschau. Sie stellte heraus, dass beide Künstler auf ihre Art Avantgardisten seien. „Zolnhofer war Mitglied der Pfälzer Sezession, entwickelte eigene Stilmittel, bediente sich an der Palette der aufbrechenden neuen Möglichkeiten im Spannungsfeld von Impressionismus, Expressionismus, Realimus und Symbolismus. Und blieb sich treu“, so Allenbach. Auch Diersch sei sich treu geblieben, stünde er doch ebenfalls als Fotokünstler im Spannungsfeld der epochalen Ambivalenzen der Gegenwart im Zeitalter der Gleichzeitigkeit. „Auch er ist mittendrin in einem stilistischen Umbruch, auch er bleibt sich treu und bedient sich klug am Buffet der digitalen Möglichkeiten“, so die Kunsthistorikerin. Unter den Gästen waren viele Weggefährten und Freunde des Meisterfotografen. Peter Diersch war sichtlich glücklich über diese Entscheidung der Jury: „Hohe Auszeichnungen im fotografischen Bereich habe ich schon sehr viele erhalten. Aber diese Auszeichnung heute Abend, der Fritz Zolnhofer Preis der Stadt Sulzbach – „meiner Stadt“ bedeutet mir sehr viel“, so Diersch bewegt.