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Bürgermeister Michael Adam beendet zweite Woche der Sommertour mit abwechslungsreichem Programm

Im Rahmen des dritten Tages seiner diesjährigen Sommertour besuchte Bürgermeister Michael Adam die NOWEDA-Niederlassung in Friedrichsthal. Betriebsleiter Michael Schilke führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch den Pharmagroßhandelsstandort und erläuterte die komplexen Abläufe der Arzneimittellogistik. Die Besucher erhielten dabei einen Einblick in die Versorgungskette, die dafür sorgt, dass Apotheken in einem Umkreis von rund 150 Kilometern zuverlässig mit Medikamenten beliefert werden.

Die NOWEDA – der Name steht ursprünglich für „Nordwestdeutsche Apothekergenossenschaft“ – wurde 1939 gegründet und ist heute eine der größten Apothekergenossenschaften Deutschlands. Als genossenschaftlich organisiertes Unternehmen gehört sie den Apothekerinnen und Apothekern selbst und betreibt bundesweit 23 Niederlassungen. Der Standort in Friedrichsthal gehört seit der Übernahme der früheren Kapferer-Niederlassung im Jahr 2008 zum Unternehmen und beschäftigt heute rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Am Standort werden täglich zwischen 60 und 80 Paletten Wareneingang kommissioniert. Externe Fahrer beliefern die Apotheken tagsüber fünfmal im Zwei-Stunden-Takt, ergänzt durch eine weitere nächtliche Auslieferung. Dadurch wird eine schnelle und zuverlässige Arzneimittelversorgung der Region gewährleistet.

Der Bürgermeister nutzte den Besuch bewusst, um auf die besondere Bedeutung der NOWEDA für die Daseinsvorsorge hinzuweisen. Gerade in Krisen- und Katastrophenfällen komme dem pharmazeutischen Großhandel eine zentrale Rolle zu, um die Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigen Medikamenten sicherzustellen. Wie groß das Interesse an der Arbeit des Unternehmens war, zeigte sich während der Besichtigung: Zahlreiche Fragen der Besucherinnen und Besucher an Betriebsleiter Schilke unterstrichen die große Aufmerksamkeit und den beeindruckenden Eindruck, den der Standort hinterließ.

Der vierte Tag läutete nicht nur den Beginn der zweiten Woche der Sommertour ein, sondern markierte auch gleichzeitig das „Berschfeschd“. Dieses begann mit einer Vorführung des „neuen Schmuckstücks der Stadt“, wie es der Bürgermeister ausdrückte. Auf dem Baubetriebshof in Hühnerfeld hatten sich erneut fast 30 Besucherinnen und Besucher eingefunden, um die Kehrmaschine unter die Lupe zu nehmen, die zum Jahreswechsel innerhalb des Stadtreinigungskonzeptes angeschafft wurde. Thomas Schwender ist einer der Mitarbeiter, die extra für das Fahren und die ordnungsgemäße Bedienung der „Kehr Force One“ eingestellt wurden. Er ging sehr gerne auf die zahlreichen Fragen der interessierten Bürgerinnen und Bürger ein und führte die verschiedenen Kehrbesen vor. Nach Erfahrungswerten, die gerade gesammelt werden, soll ein Reinigungsintervall für Sulzbach und die Stadtteile erstellt werden und so die Kehrmaschine regelmäßig die Straßen reinigen.

Bereits zuvor hatten der Leiter des Baubetriebshofes, Olaf Godyniak, sowie sein Stellvertreter, Thomas Kasubke, auf die immer weiter zunehmende illegale Müllablagerung innerhalb der Stadt aufmerksam gemacht. Würde der gesamte illegale Müll in haushaltsübliche 240-Liter-Mülltonnen umgefüllt würden und würde man diese Mülltonnen nebeneinanderstellen, wäre dies eine Strecke von circa 2,5 Kilometern, also etwa vom Baubetriebshof bis zur Musikschule. Jährlich würden zudem mehr als 400 illegal abgelagerte Altreifen durch die Stadt entsorgt.

Der nächste Zwischenstopp an Tag vier lag in Schnappach. Dort schaute sich die Gruppe den Baufortschritt der Kita an – und der konnte sich mehr als sehen lassen. Architekt Max Munkel vom Architekturbüro ABMP aus Freiburg sowie Kuno Fontaine als Bauleiter vor Ort gingen auf den Stand der Dinge ein und luden auch zur Innenbesichtigung ein. Ein guter Teil der Innenwände ist nun bereits verspachtelt sowie verputzt und alle Fenster sind eingesetzt. Die Arbeiten an der Außenanlage sind für September geplant. Die Kita erhält eine Fassade aus Fichtenholz, zwei Wärmepumpen und eine Photovoltaikanlage auf einem extensiv begrünten Dach. Wenn alles so glatt weitergehe wie bisher, so Max Munkel, könne die Kita Anfang kommenden Jahres aller Voraussicht nach in den Betrieb gehen. Dann stehen auch 19 Parkplätze statt der eigentlich erforderlichen fünf zur Verfügung.

Der vorletzte Tag führte nach Neuweiler, wo der fünfte Tag der Sommertour mit einem Besuch der Firma Hausalit begann. Geschäftsführer Peter Rückel ließ die Historie des Betriebs Revue passieren: Die Hausalit Maschinenbau und Oberflächenschutz GmbH wurde 1946 gegründet und entwickelte sich von einem reinen Bergbauzulieferbetrieb zu einem modernen Industriebetrieb in der Verkehrstechnik. Zur Verkehrstechnik gehören seit 1970 die Lieferung, Fertigung und Montage von Verkehrsschildern, Sonder- und Unfallverhütungsschilder und Aufstellvorrichtungen. 1988 wurden die Bereiche Zauntechnik und Stadtmöblierung ergänzt. In diesem Bereich liefere und montiere Hausalit Gitterzäune, Ballfangzäune, Industrietore, Elektroschranken, Handschranken, Absperrpoller, Schaukästen, Fahnenmaste und vieles mehr. In der Produktion konnten sich die erneut rund 30 Besucherinnen und Besucher einen Eindruck von der Vielfalt an Verkehrszeichen machen, sowie sich die weiteren Standbeine des Unternehmens anschauen. Dazu gehören etwa Folierungen oder Bedruckungen im werblichen Bereich.

Nur wenige Meter weiter befindet sich die Kraftblock GmbH. Im Verwaltungsgebäude zeigten CEA Susanne König und Kommunikationsleiter Cedric Fritsch der Gruppe eine Präsentation, um das Kraftblock-Konzept vorzustellen. In Kürze erklärt, kümmern sich rund 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darum, Kraftblock-Container mit Wärme zu laden. Beispielsweise wird Abwärme gespeichert, die ansonsten ungenutzt in die Luft geblasen würde. Die Container können mobil oder stationär genutzt werden und Wärme bis zu 1.300 Grad von wenigen Minuten bis zu zwei Wochen speichern. Damit kann Prozesswärme in der Industrie oder Fern. und Quartierswärme dekarbonisiert oder auch Strom erzeugt werden. Das System hat Vorteile wie stabile Energieversorgung durch Erneuerbare, Abwärme ab 300 Grad zurückzugewinnen und natürlich, dass der Speicher rund um die Uhr Prozesswärme liefert.

Mit informativen Stationen, zahlreichen Gesprächen und einer erfolgreichen Abschlussveranstaltung ging die zweite Woche der Sommertour 2026 von Bürgermeister Michael Adam am Donnerstag, 9. Juli, zu Ende. Die erste Station führte zum Parkplatz am Salzbrunnenhaus. Dort demonstrierte der Löschbezirk 1 Stadtmitte den Aufbau einer mobilen Hochwasserschutzanlage entlang des Sulzbachs. Die Einsatzkräfte errichteten mehrere mobile Hochwasserelemente und veranschaulichten so die Maßnahmen, die im Hochwasserfall zum Schutz der Innenstadt getroffen werden. Löschbezirksführer Patrik Wagner erläuterte den gesamten Ablauf – von der Alarmierung der Einsatzkräfte bis hin zum vollständigen Aufbau der Schutzanlage. Ergänzend informierte Kira Rosar über die Aufgaben und Arbeitsweise des städtischen Krisenstabes. Die Besucherinnen und Besucher zeigten sich von der professionellen Vorbereitung und Zusammenarbeit aller Beteiligten erneut sehr beeindruckt.

Im Anschluss führte die Sommertour zum Stadtgarten der KlikKs-Paten neben dem Gradierwerk. Dort informierten die Verantwortlichen über die Beweggründe für das Projekt sowie über die bisherigen Entwicklungen und die zukünftigen Vorhaben. Dabei wurde deutlich, welchen Beitrag das Engagement der Ehrenamtlichen zur Aufwertung des Stadtgartens und der Aufenthaltsqualität im Bereich des Gradierwerks leistet.

Die dritte Station befand sich in der Sulzbachtalstraße 88. Dort ist vorgesehen, das Büro des Innenstadtmanagements in einer Gewerbefläche unterzubringen – vorbehaltlich einer Aufnahme in das Städtebauförderprogramm. City-Managerin Rebecca Bösch informierte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die geplanten Maßnahmen des Innenstadtmanagements, das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) sowie anstehende Aktionen zur Belebung der Innenstadt. Bereits vor Ort bestand die Möglichkeit, Anregungen und Wünsche für die zukünftige Entwicklung der Innenstadt anonym zu notieren und in eine Ideenbox einzuwerfen.

Zum Abschluss kehrte die Sommertour in das Salzbrunnenensemble zurück. Im Innenhof der historischen Gebäude fand die Siegerehrung des diesjährigen Stadtradelns statt. Die städtische Fahrradbeauftragte Kim Marchina und Bürgermeister Michael Adam dankten allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Engagement und zeichneten die drei erfolgreichsten Radelnden mit Urkunden sowie Gutscheinen des Sporthauses Kuhn aus. Insgesamt nahmen für Sulzbach 49 Personen am Stadtradeln teil, davon waren 42 aktiv und verteilten sich auf fünf Teams – darunter erneut ein Team der Stadtverwaltung mit sechs Radelnden. Gemeinsam wurden 297 Fahrten absolviert und beeindruckende 9.124 Kilometer zurückgelegt. Der Erstplatzierte erreichte 1.419 Kilometer bei 30 Fahrten, Platz zwei kam auf 816 Kilometer bei zwölf Fahrten und Platz drei auf 677 Kilometer bei 14 Fahrten. Neben einer Urkunde erhielten die drei Erstplatzierten Gutscheine des Sporthauses Kuhn im Wert von 50, 30 beziehungsweise 20 Euro.

Zum Ende der Sommertour 2026 bedankte sich Bürgermeister Michael Adam bei allen Bürgerinnen und Bürgern für das große Interesse und die rege Teilnahme. Sein besonderer Dank galt außerdem den Mitarbeitenden der Stadtverwaltung sowie allen Beteiligten, die mit ihrem Einsatz zur Planung und erfolgreichen Durchführung der diesjährigen Sommertour beigetragen haben.