Inhalt

»GrenzBlick« feiert gelungenen Auftakt in Sulzbach

Deutschlandpremiere von „Der eingebildete Kranke – frei nach Molière“ eröffnet grenzüberschreitendes Filmfestival

Film und Begegnung standen am Montagabend, 5. Oktober, im Mittelpunkt des Auftakts zum grenzüberschreitenden Filmfestival „GrenzBlick“. Im Salzbrunnenhaus in Sulzbach wurde die Deutschlandpremiere des Films „Der eingebildete Kranke – frei nach Molière“ von Roman Redzimski präsentiert. Zahlreiche Gäste nutzten die Veranstaltung, um gemeinsam den Startschuss für das Festival zu geben. Es soll Menschen in der Großregion Saarland, Lothringen und Luxemburg über die Grenzen hinweg miteinander verbinden, erklärte Regisseur Roman Redzimski.

Im Mittelpunkt des Abends stand die Idee, Film nicht nur als kulturelles Erlebnis, sondern als Ausgangspunkt für Begegnung und Austausch zu verstehen. „GrenzBlick“ widmet sich Geschichten über Grenzen, Identität, Mehrsprachigkeit und das Zusammenleben in der europäischen Großregion. Filmvorführungen, Publikumsgespräche, Diskussionsrunden, musikalische Beiträge und Begegnungen mit Filmschaffenden sollen künftig Raum für unterschiedliche Perspektiven schaffen.

Als Hausherr begrüßte Bürgermeister Michael Adam die Gäste, darunter auch die Beigeordnete Sandrine Francois der Partnerschaftskommune Rémelfing aus dem benachbarten Frankreich und unterstrich damit die Bedeutung kultureller Projekte für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Kulturamtsleiterin Vienna Gebhardt moderierte die Veranstaltung und führte durch das Programm.

Filmklassiker neu interpretiert

Mit der Deutschlandpremiere von „Der eingebildete Kranke – frei nach Molière“ von Roman Redzimski setzte „GrenzBlick“ gleich zum Auftakt ein besonderes filmisches Zeichen. Die Neuinterpretation des bekannten französischen Theaterstücks von Molière verbindet den klassischen Text mit einer zeitgenössischen Filmsprache.

Für den Film konnten unter anderem Benjamin Kelm, Simon Kliebenstein und Willi Fries gewonnen werden. Die künstlerische Konzeption des Festivals wurde von Kurator Meinrad Maria Grewenig über eine Videobotschaft begleitet.

Die Veranstaltung in Sulzbach bildete den Auftakt zu einer Festivalwoche, die vom 3. bis 8. November 2026 unter anderem in der Kinowerkstatt in St. Ingbert sowie im Maison des Arts et de la Culture in Rémelfing stattfinden wird.

Ein Nachwuchs- und Vernetzungstag soll darüber hinaus junge Filmschaffende mit Kulturschaffenden und Institutionen zusammenbringen. Damit richtet sich „GrenzBlick“ nicht nur an ein film- und kulturinteressiertes Publikum, sondern möchte ausdrücklich auch den Austausch zwischen den Generationen und über die Grenzen hinweg fördern.