Gelungene Korridorvernissage im Rathaus mit Bildern von Sabine Franke

Der schmale Flurstreifen im ersten Obergeschoss des Rathauses Sulzbach ist seit Mitte April nicht nur Amtskorridor, sondern auch kleine Kunstgalerie. Die Stadtverwaltung bietet Raum für wechselnde Dauerausstellungen. Den Anfang dieser Reihe machte die Künstlerin Sabine Franke mit ihrer Ausstellung „Farbe im Quadrat“.

Vergangene Woche waren zahlreiche Besucher zur Vernissage des neuen Dauerausstellungsformates ins Rathaus gekommen. „Ein ganz ähnliches Ausstellungs-Profil hatten die im Jahr 2013 aus der Taufe gehobenen Dienstags-Vernissagen im Gutenberghaus“, erinnerte Bürgermeister Michael Adam bei seiner Begrüßung der Gäste. Damals habe man einen ehemaligen Klassenraum im Gutenberghaus – Sitz der VHS in den 50er bis 80er Jahren – für kulturelle Veranstaltungen hergerichtet. „Doch mit Abriss des Feuerwehrgeräthauses im Jahr 2016 endete die Dienstags-Vernissagen-Ära. Denn das Berufsbildungszentrum brauchte einen Klassenraum“, so Adam. Daher sei man umso glücklicher, dass man nun dieses Kleinod geschaffen habe. Initiatorin der neuen Ausstellungsstrecke Anne Allenbach stellte in ihren Erläuterungen die Künstlerin vor. „Sabine Franke, verheiratet mit Hartmut Köhl, ebenfalls Künstler, ist seit 20 Jahren der Malerei verschrieben. Franke arbeitete viele Jahre als Kunsterzieherin“, so Allenbach. Bekannt sei Franke unter anderem wegen ihrer Ausstellung „Hommage an Albert Weisgerber“ in St. Ingbert im Jahr 2015, mit der die Künstlerin in Kunstkreisen Furore gemacht habe. Mit Einblicken in Goethes Farbenlehre erläuterte die Kunsthistorikern Allenbach die gekonnt eingesetzten Farbkontraste Sabine Frankes Gemälden.  „Die Bilder haben eine ähnliche Form- Farbsprache; sind im Flur wie auf eine Perlenkette aufgezogen. Doch keine Perle gleicht der anderen“, so Allenbach weiter. Der psychologische Charakter der Farbklänge auf den Bildern diskutierte Aaron Pähler in seinen Klarinettenklängen weiter. Der 15-jährige Schüler der Musikschule Sulzbach-/Fischbachtal  begleitete in großer Professionalität und musikalischer Würde die Vernissage. Mit Lefèvres Sonata N.2 machte er den Besuchern auf akustische Art den Innenraum des Rathauses spürbar. Die Künstlerin selbst verriet den neugierigen Gästen in ihrer kurzen Rede Details zu Technik und Zeitspanne der Entstehungsgeschichte der ausgestellten Bilder. Bei Crémant und Plaudern nahm man sich zum Ausklang der Vernissage Zeit für das Abschreiten der Kunstmeile.