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Gesprächskreis für Frauen zu Besuch im Rathaus

    Ob gemeinsames Meditieren, eine Fahrt in den Rosengarten Zweibrücken, den Besuch einer Andacht oder einfach nur zusammen kommen und sich austauschen - auf ihrer Agenda steht einmal im Monat immer etwas anderes aus dem kirchlichen, kulturellen oder heimatkundlichen Bereich. Die Rede ist vom Gesprächskreis der Frauen der Pfarrei Allerheiligen Sulzbach. Vergangenes Jahr feierte die 17-köpfige Frauengruppe ihren 30. Geburtstag. Damals, 1988, hatte Gisela Marcolin den Impuls gegeben, für junge Frauen und Mütter einen Treff zu organisieren, um sich sprichwörtlich über Gott und die Welt auszutauschen. Dieses Gesprächskreis-Format kam damals schon gut an und fand vor allem bei jungen Frauen und Müttern Anklang. Bis heute hat sich die Gruppe in ihrer Grundidee gehalten, bestimmt auch wegen des abwechslungsreich gebliebenen Programmes. Der Februar-Termin führte die Damen ins Rathaus Sulzbach ins Herz der Stadt. Dort navigierte sie Stadtarchivarin Rita Lampel-Kirchner durch die Amtsetagen, vom Sitzungssaal über das Standesamt, die historische Wohnung des ehemaligen Bürgermeisters im Dachgeschoss. „Ich hatte den Eindruck, dass es der Gruppe gut gefallen hat“, resümierte Lampel-Kirchner. Und tatsächlich war von viel Herzblut die Rede, mit der die Stadtarchivarin einige Anekdoten in ihren Vortrag einfließen ließ. „Ich habe ja vorher gar nicht gewusst, dass es beim Rathaus ein Gefängnis gab“, meinte Gisela Marcolin bei der Nachbetrachtung. Außerdem staunte die Frauengruppe über die Stuckarbeiten an der Decke im Treppenhaus, die Holzvertäfelungen und über viele schmucke Details, wie den Kronleuchter im Trauzimmer. „Die Fenster im Treppenhaus sind wunderbar erhalten“, so Marcolin. „Das Glas stammt noch original aus unserer Mariannenthaler Glashütte, ebenso wie die renovierten Vopeliusfenster im Haupteingangsbereich“, informierte Lampel-Kirchner. Und weil es noch viel zu entdecken gibt, gibt es schon Impulse für einen nächsten Rathausbesuch: „Im Archiv liegen einige historische Fotografien von Sulzbach. Eine Bilderreise, die wir beim nächsten Mal antreten möchten“, ist man sich unter den Frauen einig.