Abendmusik Posaunenchor

„Eine Reise durch Raum und Zeit“ – Unter diesem Motto präsentierte der Ev. Posaunenchor Neuweiler seine diesjährige Abendmusik am 19. Januar 2019 in der Ev. Kirche in Neuweiler.

Der Posaunenchor betrat mit dieser Abendmusik in vielen Bereichen Neuland. Dies galt sowohl organisatorisch mit dem Konzert am Samstag anstelle des „gewohnten“ Sonntag, als auch musikalisch, diesmal abweichend vom sonstigen Konzept ohne Gastchor und ohne Orgelbeiträge. Dementsprechend anspruchsvoll war das Programm gewählt und es verlangte den Bläsern einiges an Kraft und Arbeit ab.

Unterstützt wurde der Posaunenchor dabei von Bläsern befreundeter Posaunenchöre aus Kirchweyhe (bei Bremen), Dirmingen, Schafbrücke und Bischmisheim. Diese Bläser musikalisch zu einem großen genau aufeinander abgestimmten Klangkörper zu vereinen war eine große Herausforderung für Christel Gärtner, welche die musikalische Gesamtleitung des Konzertes innehatte. Diese Aufgabe löste Christel Gärtner mit Bravour und es zeigte sich ein wirklich gut harmonierender und musikalisch in Bestform aufspielender Posaunenchor.

Das Programm war in drei verschiedene Blöcke aufgeteilt. Im ersten Block entführte der Posaunenchor das Publikum in die „Welt der Oper“. Sanft einsteigend mit dem „Marsch der Priester“ aus der Zauberflöte steigerte sich das Tempo mit der „Ouvertüre aus Nabucco“, um im hervorragend vorgetragenen „Abendsegen“ aus Hänsel und Gretel seinen für den Zuhörer beruhigenden Abschluss zu finden.

Der zweite Block widmete sich dem Thema „Musik aus Skandinavien“. Dabei war eine große Bandbreite des Schaffens skandinavischer Komponisten zu hören. Dieser Block startete sehr schwungvoll mit einer dreisätzigen Suite von Johann Helmich Roman. Darauf folgend gab es drei Sätze aus der wohlbekannten „Peer-Gynt-Suite“ von Edvard Grieg. Eingestimmt durch die „Morgenstimmung“ lockte der Posaunenchor in die „Halle des Bergkönigs“ um abschließend den wunderschönen Klängen von „Solveigs Lied“ zu erliegen. Zum Finale dieses Blockes ging die Reise weiter ins wunderschöne Karelien mit drei Sätzen aus der „Karelia Suite“ von Jean Sibelius.

„Jacob de Haan – der Komponist mit den vielen Namen“ war die musikalische Destination des letzten Blockes. Beginnend mit „Friends for life“ – einem Stück für Flügelhorn und Posaunenchor, welches er unter dem Synonym Dizzy Stratford schrieb, ging es weiter zu „Handelian Song“ – in welchem er unter dem Namen Robert van Beringen ein Thema von Georg Friedrich Händel geschickt für Blechbesetzung interpretiert hat. Die Reise endete schließlich mit „Oregon“. Mit diesem Stück, welches er unter seinem richtigen Namen veröffentlichte, wurden die Zuhörer ins Amerika des 19. Jahrhunderts mit der Besiedlung des Westens bis hin zum Pazifik entführt.

Zwischen den einzelnen Blöcken gab es in gewohnt gekonnter Weise vorgetragene Wortbeiträge von Rolf Kiwitt, der als Moderator durch den Abend führte. Er fand dabei den richtigen Ton, um die Interpretation der vorgetragenen Werke mit seinen Worten dem Publikum näher zu bringen. Beendet wurde das Konzert mit dem traditionellen „Altirischen Reisesegen“.

Ein besonderer Dank geht an alle Bläser aus den verschiedenen Posaunenchören, die mit ihrem Einsatz zum Gelingen dieses Konzertes beigetragen haben. Ebenso an Christel Gärtner, die dieses Konzert meisterlich vorbereitet hat und unermüdlich in vielen Proben die Musiker zur Bestleistung antrieb. Dank auch an Rolf Kiwitt für die Moderation und natürlich ein ganz großes Dankeschön an alle Besucher des Konzertes, die dem Posaunenchor seit so vielen Jahren die Treue halten und mit Ihrer Freude an der Musik immer wieder dafür sorgen, uns an unsere Aufgabe zu erinnern – dem Spielen zur Ehre Gottes, wie in Psalm 150 niedergeschrieben.