Rückblick 12. Sulzbacher Glaskunsttage

Bei den 12. Sulzbacher Glaskunsttagen wurden die AULA und das Freigelände zu einem begehrten Schauplatz der Glaskunst. Am Ende der Veranstaltung freuen sich der Kunstverein und die Stadt Sulzbach über die große Resonanz bei den Ausstellern und den Gästen aus nah und fern.

 

"Die Resonanz war wieder riesengroß", freute sich Dagmar Günther, die erste Vorsitzende des Kunstvereins Sulzbach. Sowohl bei der Vernissage als auch an den beiden folgenden Tagen kamen zahlreiche Gäste aus nah und fern in die Sulzbacher AULA, um sich einen einmaligen Einblick in die Welt der Glaskunst zu verschaffen. Schließlich reisen zu diesem kulturellen Großevent Teilnehmer aus ganz Deutschland, aus Frankreich und der Tschechei an, um ihre neuesten Werke zu präsentieren und einen Einblick in die Technik zu gewähren.

Bei der Eröffnung stellte Bürgermeister Michael Adam heraus:  „Die Sulzbacher Glaskunsttage haben sich stetig weiterentwickelt und sind zu einem bedeutenden kulturellen Großereignis, nicht nur in der Stadt Sulzbach, sondern in der Region geworden.“ Besonderen Dank sagte der Verwaltungschef dem Sulzbacher Kunstverein für die Durchführung und Organisation dieser „herausragenden“ Veranstaltung“. Der Erste Regionalverbands-Beigeordnete Manfred Maurer lobte Kunstverein und Stadt für die Durchführung dieses „einzigartigen Glasfestivals“ und erinnerte an die lange Tradition der Glasindustrie in der Region.

Wie in den vergangenen Jahren führte Glasmacher Jörg Hanowski aus Witten am brennenden Ofen vor, wie Glas geschmolzen und zu unterschiedlichen Gebrauchsgegenständen weiterverarbeitet wird und schlug damit den Bogen zur mehr als 140-jährige Geschichte der Glasindustrie an der Saar – schließlich waren die hiesigen Glashütten zeitweise die größten Produzenten von Flaschen- und Fensterglas in ganz Deutschland. Wie er, konnten sich auch die anderen 20 Einzel- und Gruppenaussteller aus den europäischen und deutschen Glashochburgen über reges Interesse freuen. Etwa die weltbekannten tschechischen Glaskünstler Vladimir Kleiner und Petr Stacho, der dieses Jahr erstmals in Sulzbach dabei war. Oder ihr Landsmann Kamil Faifer, der wie der Wadgasser Martin Fabian die Kunst des Glasschleifens - jeder natürlich auf seine eigene Weise - vorführte. Auf allen drei Etagen gab es ganz besondere Kunstobjekte zu bestaunen, die doch sehr unterschiedliche Facetten der Glaskunst vor Augen führten. Das Spektrum war wieder sehr breit gefächert und umfasste neben kunstvoll gestalteten Vasen und Schalen sowie Schmuck ganz unterschiedliche Gestaltungsweisen dieses fragilen Werkstoffs. "So viel Interesse ist wirklich außergewöhnlich", bestätigte auch Reiner Schlestein, der mit seinen figürlichen Glasobjekten aus dem südhessischen Zwingenberg angereist war. Wie alle andern war auch er dem Verein und der Stadt Sulzbach dankbar, dass ein solches Großevent in einem so wunderschönen Ambiente stattfinden kann.

"Wir arbeiten Hand in Hand, in einem gut funktionierenden Team, in dem jeder bestimmte Aufgaben zu erfüllen hat", klärte Dagmar Günther auf und dankt den vielen Helfern und Helferinnen vor, während und nach dieser Großveranstaltung.

Wie jedes Jahr, so brauchten die Aussteller keine Standgebühr bezahlen, dafür aber ein Objekt zur Auktion beisteuern, die am dritten Ausstellungstag stattfand und dem Verein einen guten Erlös einbrachte. Denn schließlich sind die Sulzbacher Glaskunsttage zwar eine feste, weit über die Grenzen des Saarlandes hinaus bekannte kulturelle Institution, doch auch eine solche Veranstaltung muss gestemmt werden.