Station 9

 „Villa Shatterhand“ 


Zu Beginn seiner schriftstellerischen Tätigkeit war Karl May noch nicht das große Geld beschieden. Sogar die Rechnungen für Wein und Zigarren konnte der starke Raucher häufig nicht bezahlen.

Doch er war sehr fleißig, schrieb zeitweilig nebeneinander für drei Verlage: Anfang 1888 beispielsweise arbeitete er gleichzeitig an „Der Weg zum Glück“ (Verlag Münchmeyer), „Der Geist des Llano estakata[!]“ (Verlag Spemann) und für den „Deutschen Hausschatz“ an der Erzählung „Durch das Land der Skipetaren“. 
Spätestens ab der Veröffentlichung seiner Gesammelten Reiseromane in Buchform (ab 1892) kam der Schriftsteller zu gewissem Wohlstand: 1895 kaufte sich Familie May in Radebeul bei Dresden eine Villa und nannte sie „Villa Shatterhand“.