Station 26

Bearbeitungen II


Die Bearbeitung der Werke Karl Mays führte in der Vergangenheit zu teilweise heftigen Diskussionen: Während sich die Verfechter der einen Seite auf das Recht beriefen, das ihnen Mays Witwe Klara eingeräumt hatte, nämlich Bearbeitungen durchzuführen, „die Karl May selber nicht mehr vornehmen konnte“*, pochten die Anhänger der anderen Seite unter anderem auf einen Brief des Schriftstellers vom September 1899: „Und wagt es etwa jemand, auch nur eine Zeile meines Manuskriptes zu ändern oder gar sogenannte Verbesserungen anzubringen, so bekommt er keinen einzigen Buchstaben mehr von mir.“** 

Der Streit ist mittlerweile beigelegt. Gemeinsam arbeiten nun Karl-May-Stiftung, Karl-May-Verlag und Karl-May-Gesellschaft an der Fortführung der historisch-kritischen Ausgabe der Werke des Autors.
 
*)Jürgen Wehnert in Gert Ueding (HG.), „Karl-May-Handbuch“ **)Karl-May-Chronik II, Karl-May-Verlag, 27. Sept. 1899