Station 22

In Karl Mays Erzählungen finden wir immer wieder Hinweise auf seine musikalischen Fertigkeiten. Tatsächlich hat sich unser „Reiseschriftsteller“ auch mit Musik befasst: Vor 1875 „hatte der Autor womöglich mehr musikalische Werke zu Papier gebracht als literarische“**.
Nach seiner Selbstbiografie erhielt der kleine Karl schon in der Volksschule „Orgel-, Klavier-und Violinunterricht“***.
Während seiner Lehrerausbildung gehörte Musik zu den Ausbildungsfächern.
Nach seiner Entlassung aus dem Schuldienst leitete Karl May in seiner Heimatstadt Hohenstein-Ernstthal den Gesangverein „Lyra“.
Auch für die Zeit seiner Gefängnisaufenthalte sind Tätigkeiten in Kirchenchor und Musikkapelle belegt.

*)Titel Sonderband des Karl-May-Verlags Bamberg/Radebeul
**)Hartmut Kühne: „Karl Mays musikalisches Leben und Streben“, in „Karl May und die Musik“
***)Karl May: „Mein Leben und Streben“, in Band 34 „Gesammelte Werke“

Im Folgenden hören Sie drei Musikstücke, die von Karl May verfasst wurden:

    1. „Ave Maria“, vorgetragen vom Singkreis „Gartenstadt“ unter Leitung von Herrn Hartmut Kühne

    1. „Vergiss mich nicht“, vorgetragen vom Singkreis „Gartenstadt“ unter Leitung von Herrn Hartmut Kühne

    1. Ständchen aus „Die Pantoffelmühle“, Klavier Herr Christoph F. Lorenz

Herr Hartmut Kühne ist Kantor und Kirchenorganist. Als Mitbegründer der Karl-May-Gesellschaft steht er dem Werk des Schriftstellers sehr nahe.
Dr. Christoph F. Lorenz ist Organist, Dirigent und Sänger. Mit einer Promotion über Karl Mays Kolportageromane hat auch er seine Nähe zu dem Schriftsteller bewiesen.
Die beiden Herren sind die Autoren des Sonderbandes „Karl May und die Musik“ des Karl-May-Verlags Bamberg, dem auch diese Informationen entnommen wurden.
Der Singkreis „Gartenstadt“ ist ein Laienchor, bestehend aus Sängerfreunden von Herrn Kühne.
Die Wiedergabe der Musikstücke erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Karl-May-Verlags Bamberg, Herrn Bernhard Schmid, sowie Herrn Hartmut Kühne.