Zum 1. Januar stellt der Entsorgungsverband Saar in den Kommunen, die die Einsammlung des Abfalls über den EVS organisieren, auf ein neues Gebührensystem für die Restmüllentsorgung um. Zentral für die Berechnung der Abfallgebühren wird dann auf Wunsch der Kommunen - außer in Losheim und St. Ingbert, wo man sich für das Verwiegen des Mülls entschieden hat – die Anzahl der Leerungen sein.
Für die Realisierung der Systemumstellung werden Abfallgefäße benötigt, die mit einem Chip ausgestattet sind, mit dem deren genauer Standort festgestellt werden kann. Nur so gelingt die Zuordnung der Abfalltonne – und damit der Leerung – zum Kunden.
Die neuen Restmüll- und Biotonnen werden aus organisatorischen Gründen bereits in der Zeit von März bis Juni 2010 verteilt. Der Aufstellungsplan für alle betroffenen Kommunen ist im Internet unter www.evs.de/Abfall veröffentlicht.
Nach Erhalt der neuen Tonnen sollen die alten Restmüll- und Biotonnen bei der nächstmöglichen Abfuhr jeweils noch ein letztes Mal zur Leerung bereitgestellt werden. Anschließend sind diese zur Seite zu stellen und ausschließlich die neuen Gefäße zu nutzen.
Die alten leeren Tonnen werden ca. vier Wochen nach Aufstellung der neuen eingesammelt. Der genaue Termin auch für die Einsammlung wird mitgeteilt. Sollte die Bereitstellung der alten Tonnen zum angekündigten Termin Schwierigkeiten bereiten oder kein Platz zur Unterbringung für alte + neue Tonnen vorhanden sein, können die alten Tonnen auch schon vorher bis zum festgelegten Abholungstermin draußen bereitgestellt werden.
Die alten Gefäße werden zum größten Teil geschreddert und 1:1 zur Herstellung neuer Tonnen verwendet.
Änderungswünsche zu Gefäßgröße und –anzahl, die im Rahmen der Planung der Gefäßaufstellung zunächst nicht mehr berücksichtigt werden können, werden selbstverständlich im Nachhinein noch umgesetzt.
Ziel des Wechsels auf das stärker mengenbezogene Gebührensystem ist es, dass nur das in der Grauen Tonne landet, was auch tatsächlich hinein gehört. Wertstoffe sollen dagegen zu einem der 18 Wertstoff-Zentren gebracht werden, die der EVS bereits betreibt bzw. nach und nach aufbaut, oder über sonstige bestehende Sammelsysteme (Gelber Sack, Glas- und Papiercontainer etc.) der Wiederverwertung zugeführt werden.